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Groupware- / Email-Lösungen
Alternativen zu Outlook / MS-Exchange unter Linux

Open-Source:

Server: Kolab2-Server - OpenGroupware.org - UDS Linux Kalenderserver

Clients: Mozilla Thunderbird + Lightning/Sunbird

Web-basiert: Egroupware - GroupOffice - Horde Groupware

Kommerziell:

Kerio Mailserver 6 (UDS Linux Empfehlung) -

Kommerziell mit eingeschränkter Open-Source-Edition:

Zarafa - Zimbra - Scalix

weitere: 

  • Open-Xchange
  • Stalker Communigate Pro
  • Novell Groupwise
  • Lotus Notes/Domino
  • Bynari Insight
  • Intranator Groupware Connect

Sind auch Sie sind nicht mehr bereit die hohen Lizenzkosten für den Microsoft Exchange-Server aufzubringen, zumal sie nur einen Bruchteil der gebotenen Funktionalität verwenden?

Die Minimal-Anforderungen an eine mittelständische Groupware-Lösung sehen häufig so aus:

  • MS Outlook 2000/2003/2007/2010 - Client
  • Gemeinsame Nutzung (Shared Folders) von Kalender, Aufgaben und Journal
  • Ressourcen-Verwaltung
  • Web-Interface
  • Offline-Modus
  • Nutzung der Frei/Gebucht - Funktion
  • Globales, netzwerkweites Adressbuch
  • Volle Email-Funktionalität (POP/IMAP, Spamfilter, Virenschutz....)
  • Migration (Übernahme) der Exchange-Daten (Mails, Kalenderdaten, Adressbücher....)
  • Nutzung der Active-Directory-Daten

Leider gibt es für die o.g. Anforderungen derzeit noch keine reine Open-Source-Lösung. Das Problem liegt in der Anbindung von MS-Outlook. Hier sind proprieräre, kostenpflichtige Connectoren von Nöten, auch wenn es 2 interessante Open-Source-Projekte in dieser Richtung gibt.

Wir möchte an dieser Stelle einige sinnvolle Kombinationen aus Groupware-Server und Outlook-Connector vorstellen. Die Server, die unter GPL stehen sind eingefärbt.

Kombinationen mit Outlook-Client:

Komponenten, die unter GPL stehen sind rot gekennzeichnet.

Connector: Toltec / Konsec Kerio zimbra Outlook-Connector ZideLook Zarafa Oxtender Stalker Mapi-Connector Scalix Outlook Connector MS Outlook
Server: Kolab Kerio Mailserver zimbra Open-groupware Zarafa Open-Exchange Stalker Communigate Pro Scalix Community Edition MS Exchange
2003
Exchange-Funktionaliät
- / o
+++
+
-
+++
o
o
++
++++
Mailserver-Funktionalität
++ (Postfix)
++
++ (postfix )
++(postfix)
++ (postfix)
++(postfix)
+
o (hp openmail)
o
Web-Interface
o
++
+++
o
++
+
o
+
+
Active Directory - Integration
+ / +
++
+
+
+
+
+
+
++++
Aufwand Installation / Pflege
o / o
++
+
+
o
o
++
o
-
Maintenance / Third-Party-Produkte
+ / +
++
+++ (zimlets)
+
+++
++
o
+
o
Migration von Exchange-Daten
- / -
++++
o
-
o
-
-
+
+++
Ressourcen-Verbrauch (Server/Client)
+ / +
+
o
o
++
+
+
o
o
Stabilität bei großen Nutzerzahlen (>1000)
+ / +
o
++
o
+
+
+++
+
-
Handheld-Synchronisation:

Palm / PDA / Symbian / Blackberry / iPhone

+ / + / + / + /+
o / + /  + / + / o

inkl. push-Dienst

- / ++ / -
Email-Push-Dienste (Blackberry) notify-link
astra-sync
über notify-link
über Blackberry-Server
Kosten pro Client in Euro ~ 10 / ~30-50 ~ 15 - 30 ~20 - 30 ~ 30 ~ 25-35* ~ 20-30 ~ 20-30 ~ 0 - 60 ** ~ 50-120

* Die Zarafa-Community-Edition beinhaltet die Nutzung von 3 Outlook-Connectoren.

** Die Scalix Community-Edition ist mit Outlook-Connector für 10 User kostenfrei.

Falls Sie darüber nachdenken, komplett auf Outlook oder sogar auf Windows-Clients zu verzichten, stehen Ihnen viele weitere Möglichkeiten offen.

Kombinationen mit Alternativen Clients:

Linux-Clients: Kontact Evolution Mozilla Thunderbird + Lightning
Windows-Clients: Mozilla Thunderbird + Lightning
Server: Kolab Novell Groupwise, MS Exchange oder Scalix Postfix/Cyrus + UDS Linux - Kalenderserver, Zimbra, Kerio-Mailserver
Outlook-Funktionalität + + +

Unsere Empfehlungen:

Schwerpunkt Mail:

Kolab - Server oder Postfix/Cyrus mit Horde Webinterface

Schwerpunkt Projektmanagement / Dokumentenmanagement:

eGroupware

Schwerpunkt Outlook-Funktionalität:

Kerio mit Outlook oder Mozilla-Thunderbird + UDS Linux Kalenderserver + Imap-Server

Bester Allrounder für kleine bis mittlere Installationen:

Kerio Mailserver

Wir helfen Ihnen gerne bei der Einrichtung / Migration.


Scalix

Scalix ist aus den Quellen des HP-Mailers "OpenMail" hervorgegangen, der seinerzeit Installation von 100.000 Mailboxen und mehr verkraftet hat. Für eine stabile Mail-Plattform ist also gesorgt. Um den Mailer rankt sich ein Set aus weiteren Applikation, die in Java mit tomcat realisiert wurden. Die Systemanforderungen sind dementsprechend hoch (mind. 500 MB RAM, 1-2 GB empfohlen), der Start etwas gemächlich. Neben den Enterprise-Versionen von Novell und Redhat werden auch die Community-Linux-Versionen Fedora und OpenSuse unterstützt. Für diese Versionen steht ein grafischer Installer zur Verfügung, der u.a. die Installation der PostgreSQL-Datenbank und div. Netzwerk-Einstellungen überwacht. Debian-Fans müssen bei der Installation manuell vorgehen.

Nach Installation und Initialisierung der Mailstores steht dann eine Webbasierte grafische Administrationsoberfläche zur Verfügung, mit der Sie allgemeine Server-Einstellungen machen und Benutzer, Gruppen und Ressourcen einrichten können. Positiv fällt auf, dass man Gruppen in Gruppen schachteln kann.

--

Abbildungen: Server-Einstellungen, Benutzer-Einrichtung, Gruppen-Verwaltung

Als nächstes schauen wir uns das Webinterface an. Auch hier hat man sich stark an Outlook-Webaccess orientiert. Das Webinterface ist komplett Ajax-technisch durchdesigned und lässt gegenüber einem Outlook-Fat-Client kaum Wünsche offen. Kontext-Menüs über die Rechte Maustaste funktionieren genauso problemlos wie Drag and Drop und übersichtliche Pop-Ups.

--

Abbildungen: Kontext-Menüs (privater Termin), Menü-Popup, Frei-Gebucht-Anzeige mit Ressourcen-Planung

Der Outlook-Connector. Scalix ist das einzige Produkt im Testfeld, dass einen kostenlosen MAPI-Outlook-Connector kostenfrei (für bis zu 25 User) anbietet. Mit 24 MB ein ziemlicher Brocken, der unter Windows einiges an Ressourcen verbraucht. Seit der Version 11 steht allerdings ein Smart-Cache-Algorithmus zur Verfügung, der die Anzahl der Netzwerk-Verbindungen zum Server reduziert. Die Installation und Konfiguration verläuft relativ problemlos. Danach steht dem Benutzer, wie bei den Konkurrenten, ein Öffentlicher-Ordner-Bereich zur Verfügung, der mit beliebig vielen Unter-Ordnern des Typus Kalender, Mail, Aufgaben, Notizen oder Journal gefüllt werden kann. Berechtigungen auf den Ordnern gehören ja genauso wie Freigabe von privaten Ordnern für andere zum Standard. Scalix bietet allerdings eine Exchange-Besonderheiten, mit denen es sich von der Konkurrenz abhebt:

  • Ressourcen-Planung: Scalix untersützt die automatische Reservierung von Ressourcen wie Räumen, Beamern usw. bei der Planung von Terminen
  • Öffnen zusätzlicher Mailboxen (für Administratoren)
  • Echter Offline-Modus
  • Private Termine

---

Abbildungen: Offline-Modus, Zusätzliche Mailboxen, Out-of-Office-Dialog, Rechte-Vergabe

Fazit: Die o.g. Features und die neue Open-Source-Strategie der Fa. Scalix machen diesen Groupware-Server zu einer Empfehlung, wenn man den etwas höheren Ressourcen-Verbrauch auf Client und Server und die kryptische Administration mittels der om-Befehle nicht scheut. Aufgrund der fehlenden Antispam-, Backup- und Archivierungsfunktionen, sollte dem Scalix-Server noch ein postfix vorgeschaltet werden (so wie bei MS Exchange auch :-)).

Inzwischen ist die Fa. Scalix von Xandros aufgekauft worden. Die Community-Edition wurde seit der Version von 25 auf 10 freie Premium-User-Lizenzen (Outlook-Connector) reduziert. Die neueste Version 11.3. unterstützt jetzt auch Outlook 2007.


Egroupware

Der neue Stern am Open-Source-Groupware-Himmel. Als Fork der bereits sehr ausgereiften phpGroupware von einem deutschen Entwickler-Team weiterentwickelt. Seit Juli 2004 in Version 1.0 released. Mit dem Browser zu bedienen, der Server basiert auf LAMP. Hervorragend dokumentiert und in vielen Sprachen vollständig lokalisiert. Egroupware ist modular aufgebaut, es gibt z.Zt. ca 30 Anwendungen. Die wichtigsten sind:

  • Email - Verwaltung
  • Adressbuch mit MySQL-Backend, Import/Export-Filter f. Outlook und csf
  • Kalender mit vielen Ansichten, Filter- und Sortierfunktionen
  • Projektmanagement
  • Forum

Egroupware wird bereits in vielen Firmen und Behörden (u.a. in Brasilien mit über 10000 Arbeitsplätzen) ist die z.Zt beste Open-Source-Groupware, wenn man auf die Einbindung von Outlook-Clients verzichten kann und vollständig im Browser arbeitet.

Update: Anfang 2009 ist die Version 1.6 erschienen. Highlight ist der integrierte SyncML-Server, der eine Synchronisation mit Outlook, Palm, Evolution Nokia und Blackberry ermöglicht (s.u.). Damit ist egroupware die einzige reine Open-Source-Lösung in unserem Test-Feld!


Zarafa

Ein neuer Mitstreiter auf dem Linux-Groupware-Markt. Das Niederländische Unternehmen ist gerade dabei, ein Europaweites Partnernetz aufzubauen. Für den deutschen Sektor hat man sich bereits mit Neughberger & Hughes (Exchange4Linux) zusammengetan.

Zunächst fällt positiv auf, dass der Server für viele verschiedene (nicht-unbedingt-Enterprise) Linux-Versionen zur Verfügung gestellt wird (u.a. auch Debian). Die Installation verläuft prolemlos, wenn man vorher für eine, den Systemanforderungen entsprechende LAMP-Umgebung geschaffen hat. Der Server läuft danach sehr performant und Ressourcen-schonend.

Das Konzept sieht vor, dass die Zarafa-Groupware lokale Mailservices wie z.B. postfix benutzt, was durchaus Sinn macht. Die eigentliche Groupware-Komponente entweder über ein Webinterface bedient, das allerdings keine Kontext-Menüs wie z.B. Kerio oder Zimbra bietet. Es erinnert in seiner Aufmachung jedoch ebenfalls sehr stark dem Outlook Web-Access, sodass diesbezüglich der Umstieg leichter fallen sollte.
Leider ist es noch nicht komplett lokalisiert.

Die Nutzung von Outlook geschieht, wie üblich, über einen separat zu installierenden MAPI-Connector. Die Installation verläuft problemlos (wenn man Outlook als Standard-Mail-Client eingerichtet hat). Danach steht beim Einrichten des Kontos ein neuer Server-Typ (Zarafa-Server) zur Verfügung. Auffällig und von Administratoren häufig gewünscht ist die Möglichkeit, beliebig viele fremde Mailboxen zu öffnen. Nach der Einrichtung des Kontos steht dem Benutzer ein Bereich "Öffentliche Ordner" zur Verfügung, in dem Beliebig viele Ordner der Typen: Mail, Kontakte, Kalender, Aufgaben eingefügt werden können. Über das Eigenschaften-Kontext-Menü können dann Berechtigungen für die Ordner gesetzt werden. Zusätzlich können auch private Ordner freigegeben und von anderen Teilnehmern geöffnet werden. Einladungen mit Frei/Gebucht-Anzeige sind auch möglich.

Es hat sich in kürzester Zeit einiges getan bei Zarafa. Besonders das Webinterface wurde nun auch mit Ajax aufgemöbelt und ist nun ähnlich komfortabel bedienbar wie das der schärfsten Konkurrenten (s.o.). Ausserdem wurden die Frei/gebucht-Dienste, private Termine, Out-of-office-Meldungen und die Synchronisation mit Handhelds verbessert. Leider ist man bei der Administration häufig noch auf die Kommandozeile angewiesen.

Zarafa integriert den zpush-Dienst mit Unterstützung von Windows-Mobile-PDAs, Nokia/Ericsson-Handys und Blackberry.


OpenGroupware.org

Eine der ältesten OpenGroupware-Lösungen auf dem Markt. Hervorgegangen aus dem Skyrix-Groupware-Server, der auch ehemals Bestandteil des Suse-Email-Servers war (wurde später zu SLOX und OX). Skyrix vertreibt mit InstantOGo eine kommerzielle Variante mit Installer, Maintenance usw.

OpenGroupware-Webmailer

OpenGroupware ist zunächst rein webbasierend, kann aber durch den sog. ZideLook-Connector mit Outlook gekoppelt werden. Der konzeptionelle Schwerpunkt liegt bei OGo auf der Team- und Projektarbeit. Personen werden Teams zugeordnet, die wiederum bestimmte Rechte auf verschiedenen Ordnern haben. Der Connector bildet diese Struktur in Outlook ab. Neu hinzugekommen ist ein echter Offline Mode, mit dem die Daten zunächst komplett synchronisiert werden. Leider ist der Zidelook etwas langsam (die Übertragung von 5000 Kontakten dauert beim Start von Outlook ca 50 sek.), dafür aber sehr zuverlässig.

Outlook-Connector


Kolab-Server und Client

Seit Juni 2005 steht die finale Version des Kolab-Servers Version2 zum Dowload bereit. Leider gibt es bisher nur Binary-Pakete für die Debian-Woody-Distribution. D.h. interessierte Sarge-, Suse- oder Redhat-Nutzer müssen sich die Suite aus den Sourcen zusammenkompilieren. Hier helfen allerdings ein Skript und eine sehr gute Anleitung auf der Homepage des Projekts. Hinter Kolab verbirgt sich eine Sammlung der besten OpenSource-Mail/Groupware-Komponenten, die durch Vorkonfiguration perfekt ineinandergreifen. Bei der Administration hilft ein, aufs wesentliche reduzierte Web-Interface.

--

Abbildungen: Kolab-Webadministration: Benutzerverwaltung, Service-Verwaltung, Urlaubsbenachrichtigung

Features:

  • Postfix Mail-Server
  • Cyrus Imap/Pop-Server
  • OpenLDAP-Verzeichnisdienst
  • SpamAssassin 3.0
  • AmavisD-new und ClamAV Antivirus
  • ProFTPD
  • Apache
  • SSL-Verschlüsselung für alle o.g. Dienste
  • Seit Version 2.1 : Multiple Domain-Unterstützung
  • SyncML-Connector für die Synchronisation mit PDAs und Smartphones
  • Activ-Directory-Connector

Der Konsec-Outlook-Connector für Kolab2

Der Konsec-Connector bietet im gegensatz zum Toltec-Connector volle MAPI-Funktionalität. D.h. Sie können den IMAP-Server des Kolab vollständig für Ihre Mails und freigegebene Ordner verwenden. Zusätzlich bietet der Konsec-Connector auch Offline-Funktionalität (für Laptop-Nutzer).

Der Toltec Outlook-Connector für Kolab2

Zusammen mit dem Outlook-Connector der Firma Toltec, der mit ca 10 Euro / Lizenz sehr günstig ist, lassen sich dann auch Kalender-Daten Serverweit synchronisieren.

Großer Nachteil dieser Lösung besteht darin, dass der Toltec-Connector die Kalenderdaten im IMAP-Server der Kolab-Suite speichert. Somit steht für die Mailbox-Benutzung nur das POP-Protokoll zur Verfügung.

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Abbildungen: Toltec-Connector: In wenigen Schritten aus Outlook mit dem Kolab-Server verbunden

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Abbildungen: MS Outlook 2003: Kalender-Synchronisation, Rechte-Vergabe


Horde Groupware.
Das Horde-Groupware ist offizielles Web-Interface für den Kolab-Server. Es können nicht nur Mails und Adressbücher verwaltet werden, sondern auch Kalender-Daten, Aufgaben und Notizen. Im Final-Release des Kolab-Servers wird Horde enthalten sein. Horde ist sowohl für POP3, als auch für IMAP-Server geeignet.

Abbildung: Horde-WebClient "IMP"

Das Horde-Projekt hat inzwischen eine eigene Web-basierte Groupware herausgebracht. Dabei wurden die Einzel-Anwendungen für Email, Kalender, Aufgaben, Adressbuch usw. zu einem Installer-Paket gebündelt.

Die Kombination aus Horde-IMP (Webmail) und Horde-Kronolith (Webkalender) arbeitet nun auch mit dem UDS Linux-Kalenderserver zusammen.


Kerio Mailserver

Features:

  • Spamschutz
    Kerio MailServer setzt auf den Spamfilter von SpamEliminator. Der Spamfilter erkennt eingehende aber auch ausgehende Spam. Somit werden die Benutzer einerseits vor dem Empfangen unerwünschter eMails geschützt, andererseits können die Anwender keine Spammails versenden. Kerio MailServer erkennt und schützt vor Verzeichnisattacken und klassifiziert Spammails anhand öffentlicher Blacklists und der Überprüfung von Absendeadressen.
  • WebMail
    Für Geschäftsreisende oder andere mobile Benutzer steht ein ausgereiftes WebMail-Interface zur Verfügung. Benutzer können eMails senden und empfangen, in verschiedenen Adressbüchern nachschlagen, andere Kalender einsehen oder sich automatisch über anstehende Termine informieren lassen. Ein automatischer Abgleich mit Outlook und Entourage ist selbstverständlich möglich.
  • Mail-Backup und Archivierung
    Kerio MailServer bietet die Möglichkeit zeitgesteuerte Sicherungen einzelner Mailkonten oder des gesamten Servers durchzuführen. Hierbei besteht die Möglichkeit des Backups inkrementell, differenziell oder als Vollsicherung. Die Archivierungsfunktion von Kerio MailServer erlaubt das Archivieren des gesamten ein- und ausgehenden eMailverkehrs. In Kombination mit der UDS-Linux-Mail-Archivierungslösung erhalten Sie eine vollwertige, gesetzeskonforme Mail-Archivierung mit blitzschnellem Zugriff auf Millionen von Mails!
  • Groupware mit Outlook
    Um kleinen Gruppen die Zusammenarbeit zu erleichtern, bietet Kerio MailServer den Zugriff auf gemeinsam genutzte Kalender, Ordner, Aufgaben und Kontakte. Der Zugriff kann entweder per WebMail oder direkt über Outlook mit dem Outlook Connector erfolgen. Für Mac-Benutzer integriert sich Entourage, iCal nahtlos in Kalender und Adressbuch von Kerio MailServer.
  • Active Directory Integration
    Die Integration in Verzeichnisdienste, wie Microsoft Active Directory, Apple Open Directory oder jeden anderen OpenLDAP-Dienst, bietet Administratoren eine komfortable Verwaltung einer großen Anzahl von Anwendern.

--

Abbildungen: Vergleich Kerio-Exchange - Outlook - Administrationskonsole

Supported groupware clients

Windows clients
  • Microsoft Outlook 2000/XP/2003/2007/2010
  • Windows Mail and Windows Calendar in Windows Vista
  • Mozilla Thunderbird/Lightning
  • Mac clients
  • Microsoft Entourage X/2004
  • Apple Mail, Address Book and iCal
  • Web browser
  • Kerio WebMail
  • Mobile devices
  • Treo, Windows Mobile, and Symbian devices
  • BlackBerry through NotifyLink
  • Fazit: Der Kerio Mailserver tut, was er tun soll und das sehr zuverlässig und stabil. Die Feature-Liste bildet die am häufigsten gewünschten Exchange-Funktionen ab. Der Preis ist moderat und die Administration bequem. Support und Service sind auch in Ordnung und die Updates kommen regelmässig mit einer Menge Bugfixes tund neuen Funktionen. Die interne Ablage von Mails im EML-Format erleichtert die Administration z.B. bei verlorenen Mails erheblich, macht die Ordneransicht aber auch langsam, wenn sich viele Mails in einem Ordner befinden. Hier hilft nur konsequentes Aufräumen und Einsortieren in Unterordner. Insgesamt ist der Kerio-Server der von uns favorisierte Server für Benutzerzahlen bis 200.

    PDF-Info


    Mozilla Calendar/Sunbird

    Das Mozilla-Calendar-Projekt existiert bereits seit einiger Zeit. Über eine Extension lässt sich der Mozilla-Mail-Client oder das Mozilla-Standalone-Mail-Programm Thunderbird um Kalender-Funktionalitäten erweitern. Diese ist relativ spartanisch, bietet aber bereits die wichtigsten Features.

    -

    Abbildungen: Mozilla Calendar: Wochenansicht, Neuen Termin anlegen

    Entscheidendes Feature ist hierbei die Möglichkeit, Mozilla-Calendar an einen WebDAV-Server (z.B. Apache) anzudocken, um Gruppentermine zu ermöglichen, d.h. Kalender-Dateien, auf die mehrere Personen gleichzeitig zugreifen.

    Neu ist das Projekt SunBird, mit dem man ähnliche Ziele verfolgt, wie mit Thunderbird und Firefox, nämlich eine schlanke Einzelanwendung zu programmieren. Erklärtes Ziel ist es, mit Sunbird eines Tages MS-Outlook zu überflügeln. Wir dürfen gespannt sein!

    Update: Sunbird liegt nun in einem Release mit der Versionsnummer 0.9 vor. Neuerdings besteht nun u.a. die Möglichkeit, Termineinladungen mit Outlook-Usern auszutauschen. Sunbird/Lightning kann nun auch CalDAV-Server ansprechen, womit der gemeinsame Zugriff auf verschiedene Kalender mit unterschiedlichen Berechtigungen realisiert werden kann. Der Kerio-Mailserver bietet u.a. eine solche CalDAV-Funktion.

    Darüberhinaus hat UDS Linux für diesen Zweck einen Kalenderserver aus Open-Source-Komponenten zusammengestellt, mit dem Thunderbird zu einer echten Outlook-Alternative wird!

    Mit dem kostenpflichigen BirdieSync gelingt übrigens auch die Synchronisation mit Windows Mobile / Pocket PC über Active-Sync!


    Groupoffice

    Mit Groupoffice ist eine webbasierte Open-Source-Lösung auf dem Markt, die vor allem durch ihre Übersichtlichkeit glänzt. Symbole und Anordnung erinnern stark an Outlook, sodass Umsteigern die Eingewöhnung leicht fallen dürfte. GroupOffice existiert in 2 Versionen: Community-Edition und Professional-Edition. Bei letzterer gibt es zum Preis von 200 Euro pro Server Support und ein Outlook-Synchronisations-Tools auf Basis von SyncML (s.u.).

    Groupoffice bietet folgende Features:

    • Email-Client (POP3, IMAP, SSL)
    • Kalender (inkl. Kalender-Sharing, Einladungen, Ressourcen, Free-Busy, private Termine usw...)
    • Aufgaben, Notizen, Adressbuch
    • Datei- und Projektmanagement
    • komplett in Deutsch

    Die Anwendung basiert komplett auf einer Standard-AMP-Plattform. Installation und Administration sind einfach zu bewältigen. So lassen sich alle Features sehr leicht modular an- und abwählen.

    Uns hat vor allem die Anlehnung an Outlook und die benutzerfreundlichkeit überzeugt. Eine echte Empfehlung für alle, denen die o.g. Web-Groupware-Lösungen zu komplex und überladen sind.


    Zimbra

    Zimbra wurde vor einem Jahr von Yahoo gekauft. Nun hat Vmware den Laden übernommen. Mit der Vision, Zimbra als virtuelle Appliance im Cloud-Computing anbieten zu können. Zimbra ist dafür prädestiniert, weil es von Anfang an ein webbasiertes Konzept gefahren hat. Mit viel Ajax-Technologie möchte man den Fat-Client überflüssig machen. Dies ist zum Teil bereits gelungen. Zwar gibt es einen javabasierten Zimbra-Desktop-Client, aber der wird fast nurnoch für Caching-Zwecke eingesetzt. Auch gibt es einen Outlook-Client, dieser bietet allerdings nicht die Exchange-Funktionalitäten wie Zarafa, Scalix oder Kerio.

    Durch Integration eines CalDAV-Servers lässt sich Thunderbird/Lightning gut integrieren. Der Zimbra-Server basiert auf Java-Technologie. Das ist für kleine Installationen erstmal nicht besonders Ressourcenschonend, spielt seine Stärke aber bei größeren Installationen aus (Hosting).


    UDS Linux Kalenderserver

    Wollen Sie Thunderbird/Lightning statt MS-Outlook verwenden? Dann ist der UDS Linux Kalenderserver das richtige für Sie.
    Nutzen Sie Ihren eigenen und beliebig viele Gruppenkalender in der freien Mozilla-Kalender-Applikation. Inkl. Privatschaltung von Terminen und Free-Busy-Anzeige.

    Mail an Webmaster - Letzte Änderung:  18.01.2010 - AGBs - Impressum - Kontakt - © UDS-Linux